3. Etappe: Schäßburg – Chișinău

3. Etappe: Schäßburg – Chișinău

Wir wachen ohne Bisswunden in unserer Pension im Schneiderturm auf. Der Herbergswirt, er spricht perfekt Deutsch, kredenzt uns noch ein wunderbares Frühstück und ab geht es zum morgendlichen Treffpunkt: Plaudern mit den anderen Teams, die Challenge des Vortages abgeben und die für den aktuellen Tag in Empfang nehmen. Heute sollen wir unsere Mitbringsel für eine Organisation, die in Moldawien Kinderheime unterstützt, bei einem abgeben. Das liest sich eher easy und wir freuen uns darauf.

Wir entscheiden uns für die Strecke durch die Schlucht von Bicaz und kommen gut voran. Bergauf zickt das Automatik-Getriebe unseres Herrn Josef zwar ein wenig, aber schließlich gibt es auch den „Bergmodus“. Der ist nun gefragt.


Wir fahren zügig in Richtung moldawische Grenze. In der internen Potholrodeo-WhatsApp Gruppe lesen wir zwar von einem Stau, nehmen diese Warnung jedoch erst ernst, als wir mitten drinnen stehen. Die Straße in Richtung Grenze ist aufgrund eines schweren Unfalls komplett gesperrt, wir verlieren fast zwei Stunden.

Und auch die Grenze nach Moldawien kostet uns mehr Zeit, als gedacht. Wir verbringen in Sculeni ebenfalls über zwei Stunden. Penibel kontrollieren die moldawischen Grenzbeamten unseren Herrn Josef. Aber nicht nur ihn. Alle Pothole-Rodeo Autos, die mit uns einreisen, werden auf die Seitenspur gebeten und müssen sich einem Grenzcheck unterwerfen. Die Beamten sind nicht unfreundlich, sondern können diese bunte Truppe an alten Autos nicht wirklich einordnen.

Bei uns macht sich das Gefühl, nun das Ende Europas erreicht zu haben, breit. Das war eigentlich auch ein persönliches Ziel, das wir uns gesteckt haben. Ein anderes Ziel, eines der Kinderheime persönlich zu besuchen und dort unsere Geschenke abzugeben, können wir leider nicht erfüllen. Es ist definitiv zu spät.

Wir erreichen über Schlaglochpisten, die wir teilweise im Dunkeln fahren, gegen halb zwölf Chișinău. Im Hotel gibt es nichts mehr zu essen. Unser Abendessen besteht mitgebrachten Keksen und einer Runde Bier aus der Minibar. Todmüde fallen in unsere Betten.


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